Blogbeitrag zum Thema Energiespeicher und Wasserstoff

08.10.2026

Strom und Wärme aus der Energie des Sommers

Ein Praxisbeispiel von Bajog Energiespeicher

Wie lässt sich die im Sommer erzeugte Energie für die Versorgung eines Hauses im Winter nutzen? In diesem Praxisbeispiel zeigen wir, wie Photovoltaik, Wasserstoffproduktion, Wasserstoffspeicherung und Brennstoffzellentechnik zu einem ganzheitlichen Energiesystem verbunden werden.

Ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung und einer Gesamtwohnfläche von 600 m² wurde von uns mit einem ganzheitlichen Energiesystem ausgestattet.

Das Prinzip der „autarken Energieversorgung“ basiert auf der Nutzung erneuerbarer Energien und deren Speicherung in Form von Wasserstoff.

Das Anwesen ist damit weitgehend unabhängig von externer Energieversorgung und kann seinen Energiebedarf mit dem eigenen Energiesystem weitgehend selbst decken.

Im Falle eines Blackouts kann die Anlage in den Inselbetrieb wechseln und die elektrische Versorgung des Hauses ohne nennenswerte Einschränkungen und innerhalb kürzester Zeit aufrechterhalten.

Während der sonnenreichen Monate wird überschüssige Energie zur Erzeugung von Wasserstoff genutzt. Innerhalb von 24 Stunden können bis zu 1 kg Wasserstoff erzeugt werden.

Ein Kilogramm Wasserstoff verfügt über einen Energiegehalt von rund 33 kWh.

 

Wasserstoffspeicher

Der erzeugte Wasserstoff wird während der sonnenreichen Monate für die spätere Nutzung in den Wintermonaten in speziellen Wasserstoffbehältern mit einem Druck von bis zu 200 bar gespeichert.

Ein Kilogramm Wasserstoff verfügt über einen Energiegehalt von rund 33 kWh. Damit lässt sich die im Sommer erzeugte Energie langfristig speichern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder nutzen.

Für die Familie dieses Anwesens stehen im Winter rund 1.485 kWh gespeicherte Energie zur Verfügung.

 

Brennstoffzelle und Wärmenutzung

In den Wintermonaten nutzen unsere Brennstoffzellen den gespeicherten Wasserstoff zur Rückgewinnung elektrischer Energie und laden dabei den Batterie-Pufferspeicher kontinuierlich nach.

Über den Batterie-Pufferspeicher und die verbauten Wechselrichter wird der Haushalt mit 230/440 V AC versorgt.

Ein weiterer Vorteil der Brennstoffzellen ist die dabei entstehende Abwärme mit Temperaturen von bis zu 55 °C.

Diese Wärme wird über einen angeschlossenen Wärmetauscher genutzt, um die gesamte Fußbodenheizung des Anwesens mit Wärme zu versorgen.

Auf diese Weise wird die gespeicherte Energie besonders effizient genutzt: Aus Wasserstoff entstehen elektrische Energie und nutzbare Wärme.